Gusto-Lexikon Qualität & Güteklassen

Oliventresteröl

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Nach der Ölgewinnung bleibt in der Mühle der sogenannte Trester zurück, italienisch „sansa“: ein Gemisch aus Fruchtfleisch, Schalen und Kernbruch, das noch Restöl enthält. Aus diesem Trester wird Oliventresteröl gewonnen.

Wie Oliventresteröl hergestellt wird

Das Restöl lässt sich mechanisch kaum noch abtrennen. Es wird deshalb meist mit Lösungsmitteln extrahiert. Das so gewonnene rohe Tresteröl ist nicht zum Verzehr geeignet und wird anschließend raffiniert, also gereinigt, entsäuert, gebleicht und desodoriert. Das Ergebnis ist weitgehend geschmacksneutral und hat mit dem Charakter eines nativen Öls nichts mehr gemein.

Was in den Handel darf

An Verbraucher darf nur eine Mischung verkauft werden: Oliventresteröl im Sinne der EU-Vorschriften besteht aus raffiniertem Oliventresteröl und nativem Olivenöl und darf höchstens 1 Gramm freie Fettsäuren je 100 Gramm enthalten. Es muss unter seiner eigenen Bezeichnung verkauft werden und darf nicht als Olivenöl angeboten werden.

Einordnung

Oliventresteröl ist günstig und hitzestabil und wird vor allem in Gastronomie und Lebensmittelindustrie verwendet. Die Aromen und Polyphenole eines nativen Olivenöls extra bietet es nicht. Für die Küche zu Hause und für den Genuss bleibt natives Olivenöl extra die erste Wahl.

Quellen: Verordnung (EU) Nr. 1308/2013, Anhang VII Teil VIII; Delegierte Verordnung (EU) 2022/2104.

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