Gusto-Lexikon Sorten & Aromen

Coratina

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Coratina ist nach der Stadt Corato in der Provinz Bari benannt und gilt als wichtigste Olivensorte Italiens. Allein in Apulien wächst sie laut dem Sortenkatalog des Internationalen Olivenrats auf rund 70.000 Hektar, davon etwa 60.000 Hektar in der Provinz Bari.

Profil

Öle aus Coratina sind kraftvoll: intensiv fruchtig mit grünen, pflanzlichen Noten und einem Nachklang von frischer Mandel, dazu eine ausgeprägte Bitterkeit und Schärfe. Der Grund ist ihr sehr hoher Gehalt an Polyphenolen; Coratina-Öle gehören zu den polyphenolreichsten Italiens. Auch der Anteil an Ölsäure ist mit rund 77 Prozent hoch.

Im Anbau

Die Sorte trägt früh und regelmäßig, liefert mit 20 bis 25 Prozent Öl in der Frucht eine hohe Ausbeute und lässt sich gut maschinell ernten. Sie ist deshalb nicht nur in Apulien beliebt, sondern wurde auch in Südamerika, Kalifornien und Australien angepflanzt. Als wahrscheinliche Elternsorten nennt der Sortenkatalog Frantoio und Lezze.

In der Küche

Als Monocultivar passt Coratina zu kräftigen Gerichten wie Hülsenfrüchten, gegrilltem Fleisch und Bitterblattsalaten. In Cuvées sorgt sie für Struktur und Haltbarkeit, denn Polyphenole schützen das Öl vor Oxidation.

Quellen: Internationaler Olivenrat, World Olive Catalogue: Coratina; Associazione Nazionale Città dell’Olio/ONAOO, Alla scoperta della cultivar Coratina.

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