Gusto-Lexikon Qualität & Güteklassen

Lampantöl

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Lampantöl, italienisch „olio lampante“, ist die unterste Kategorie der nativen Olivenöle. Es wird zwar wie natives Olivenöl extra rein mechanisch aus Oliven gewonnen, weist aber so deutliche Mängel auf, dass es nicht direkt verzehrt werden darf.

Woher der Name kommt

Der Name geht auf die Öllampe zurück: Minderwertiges Olivenöl diente früher als Brennstoff für Lampen. Heute wird Lampantöl entweder raffiniert und anschließend als raffiniertes Olivenöl weiterverarbeitet oder für technische Zwecke genutzt.

Woran Lampantöl erkannt wird

Nach EU-Recht gilt ein natives Olivenöl als Lampantöl, wenn sein Gehalt an freien Fettsäuren über 2 Gramm je 100 Gramm liegt oder wenn es im Panel-Test deutliche Fehler zeigt: Liegt der Median der Fehler über 3,5 – oder ist überhaupt keine Fruchtigkeit wahrnehmbar –, ist das Öl lampant. Typische Ursachen sind beschädigte, faulende oder zu lange gelagerte Oliven und eine verzögerte Verarbeitung.

Warum das für Sie wichtig ist

Lampantöl selbst kommt nicht in den Handel. Raffiniert kann es jedoch in Ölen stecken, die schlicht als „Olivenöl“ verkauft werden und aus raffiniertem und nativem Olivenöl gemischt sind. Wer den vollen Geschmack und die natürlichen Inhaltsstoffe sucht, greift deshalb zu nativem Olivenöl extra. Einen Überblick über alle Kategorien gibt der Eintrag Olivenöl-Güteklassen.

Quellen: Verordnung (EU) Nr. 1308/2013, Anhang VII Teil VIII; Delegierte Verordnung (EU) 2022/2104.

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