Gusto-Lexikon Sorten & Aromen

Leccino

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Leccino gehört zu den bekanntesten und am weitesten verbreiteten Olivensorten Italiens. Sie stammt ursprünglich aus der Toskana und wird heute in ganz Mittelitalien angebaut, auch in den Abruzzen, wo sie zu den maßgeblichen Sorten der DOP Aprutino Pescarese gehört.

Profil

Öle aus Leccino gelten als eher mild, rund und harmonisch, mit dezenter Bitterkeit und Schärfe. Die Sorte wird deshalb gern mit kräftigeren Sorten wie Frantoio oder Coratina kombiniert, um ein ausgewogenes Öl zu erhalten. Als Monocultivar passt sie zu Gerichten, bei denen das Öl nicht dominieren soll, etwa zu Fisch oder Mozzarella.

Widerstandsfähig gegen Xylella

Besondere Bedeutung hat Leccino in Apulien erlangt. Forschende der Universität Bari stellten fest, dass die Sorte trotz Infektion mit dem Bakterium Xylella fastidiosa deutlich weniger Schäden zeigt als die heimischen Sorten Cellina di Nardò und Ogliarola salentina. Zusammen mit der Züchtung FS-17 (Favolosa) ist Leccino deshalb in der Befallszone für Neupflanzungen zugelassen.

Quellen: Universität Bari, Resistenz gegen Xylella fastidiosa (PDF); Anhörung im italienischen Parlament 2024, Xylella in Apulien (PDF); Regione Abruzzo, DOP- und IGP-Produkte (PDF).

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