Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe und die wichtigsten Antioxidantien im Olivenöl. Sie bestimmen maßgeblich Geschmack, Haltbarkeit und den gesundheitlichen Wert eines nativen Olivenöls extra.
Warum Olivenöl bitter und scharf schmeckt
Die leichte Bitterkeit und das Kratzen im Rachen, das ein gutes Öl auslöst, stammen direkt von den Polyphenolen – vor allem von Oleocanthal und Oleuropein. Was viele für einen Fehler halten, ist in Wahrheit ein Qualitätszeichen: Je frischer und schonender das Öl gewonnen wurde, desto mehr dieser Stoffe sind enthalten.
Der gesundheitliche Hintergrund
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat für Olivenöl-Polyphenole einen Health Claim zugelassen: Sie tragen dazu bei, die Blutfette vor oxidativem Stress zu schützen – vorausgesetzt, das Öl liefert mindestens 5 mg Hydroxytyrosol und verwandte Verbindungen pro 20 Gramm. Polyphenole gelten als ein Grund, warum die mediterrane Küche als besonders ausgewogen gilt.
Was den Polyphenolgehalt beeinflusst
Entscheidend sind Olivensorte, ein früher Erntezeitpunkt, kurze Zeit bis zur Verarbeitung und eine konsequente Kaltextraktion. Licht, Wärme und Sauerstoff bauen Polyphenole mit der Zeit ab – ein weiterer Grund, Öl dunkel, kühl und nicht zu lange zu lagern.
Worauf Sie achten können
Ein spürbar fruchtiges, leicht bitteres und pfeffriges Öl ist in der Regel reich an Polyphenolen. Unsere kalt extrahierten Öle aus den Abruzzen behalten diese lebendige Charakteristik bewusst bei.