„Kalt extrahiert“ ist eines der wichtigsten Qualitätsversprechen auf einer Olivenölflasche – und zugleich das am häufigsten missverstandene. Es beschreibt, wie schonend das Öl aus der Olive gelöst wird.
Was Kaltextraktion bedeutet
Bei der Kaltextraktion darf die Temperatur des Olivenbreis während der Gewinnung 27 °C nicht überschreiten. Diese Grenze ist gesetzlich definiert. Der Grund: Hitze steigert zwar die Ausbeute, zerstört aber hitzeempfindliche Aromastoffe und Polyphenole – genau jene Bestandteile, die ein hochwertiges natives Olivenöl extra ausmachen.
Kaltextraktion oder Kaltpressung?
Beide Begriffe sind rechtlich zulässig, meinen aber leicht Unterschiedliches. „Kaltpressung“ verweist auf das traditionelle Verfahren mit hydraulischen Pressen. „Kaltextraktion“ bezeichnet das heute übliche Verfahren mit Zentrifugen (Dekanter). In beiden Fällen gilt dieselbe 27-°C-Grenze. Moderne Kaltextraktion arbeitet meist sauberer und reproduzierbarer als die alte Pressung.
Warum das für den Geschmack zählt
Ein kalt gewonnenes Öl schmeckt frischer, fruchtiger und lebendiger. Es behält seine grüne Note, die feine Bitterkeit und das typische Kratzen im Rachen. Öle, die unter Wärme oder mit Lösungsmitteln gewonnen wurden, verlieren genau diese Eigenschaften.
Unsere Herstellung
Unsere Öle aus den Abruzzen werden ausschließlich kalt extrahiert und zügig nach der Ernte verarbeitet – so bleiben Aroma und Säuregehalt auf dem Niveau, das die Güteklasse „nativ extra“ verlangt.