Olivenöl-Güteklassen

Nicht jedes Olivenöl ist gleich. Die EU teilt Olivenöl in mehrere Handelsklassen ein, die sich in Herstellung, Reinheit und Geschmack deutlich unterscheiden. Wer die Klassen kennt, erkennt auf einen Blick, was in der Flasche steckt.

Die Klassen im Überblick

1. Natives Olivenöl Extra

Die höchste Stufe: ausschließlich mechanisch gewonnen, höchstens 0,8 % freie Fettsäuren, sensorisch fehlerfrei und fruchtig. Nur diese Klasse ist zugleich naturbelassen und geschmacklich einwandfrei.

2. Natives Olivenöl

Ebenfalls rein mechanisch gewonnen, aber mit einem Säuregehalt bis 2,0 % und leichten sensorischen Abweichungen. Im deutschen Handel eher selten anzutreffen.

3. Lampantöl

Natives Öl mit deutlichen Fehlern oder über 2,0 % freien Fettsäuren. Nicht für den direkten Verzehr geeignet – es muss zunächst raffiniert werden. Der Name stammt vom früheren Gebrauch als Lampenöl.

4. Raffiniertes Olivenöl

Aus Lampantöl durch chemisch-physikalische Verfahren gewonnen: geschmacksneutral, hitzestabil, aber ohne die Aromen und Polyphenole eines nativen Öls.

5. Olivenöl (Mischung)

Eine Verschnittklasse aus raffiniertem und nativem Öl. Im Supermarkt oft schlicht als „Olivenöl“ ausgezeichnet – geschmacklich weit entfernt von einem nativen Olivenöl extra.

6. Oliventresteröl

Aus dem Pressrückstand (Trester) mit Lösungsmitteln extrahiert und anschließend raffiniert. Die niedrigste Stufe, meist für die Gastronomie.

Worauf es beim Kauf ankommt

Für Küche und Genuss zählt praktisch nur eine Klasse: natives Olivenöl extra. Achten Sie zusätzlich auf Herkunftsangabe, Erntejahr und dunkles Glas. Unsere Öle aus den Abruzzen werden kalt extrahiert und tragen durchgehend die Güteklasse „nativ extra“.

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