Gusto-Lexikon Qualität & Güteklassen
IGP (geschützte geografische Angabe)
IGP steht für „Indicazione Geografica Protetta“, auf Deutsch „geschützte geografische Angabe“ (g. g. A.). Das EU-Siegel schützt die Herkunftsnamen von Lebensmitteln, deren Qualität, Ruf oder Eigenschaften mit einer bestimmten Region zusammenhängen.
Der Unterschied zur DOP
Bei einer DOP müssen alle Herstellungsschritte im Herkunftsgebiet stattfinden. Bei einer IGP genügt grundsätzlich mindestens ein Schritt; was genau gilt, legt die jeweilige Produktspezifikation fest. Bei Olivenölen schreiben die Spezifikationen häufig zusätzlich vor, aus welchem Gebiet die Oliven stammen müssen – ein Blick in das Regelwerk lohnt sich also.
IGP-Olivenöle aus Italien
Laut einer Auswertung von Italia Olivicola gibt es in Italien 7 IGP-Olivenöle, dazu 42 DOP. Bekannte Beispiele sind das Toscano IGP aus der Toskana und das Sicilia IGP aus Sizilien. Zusammen machen DOP und IGP Italien zum Land mit den meisten geschützten Herkunftsbezeichnungen für Olivenöl in Europa.
Was das Siegel nicht garantiert
Wie die DOP sagt auch die IGP etwas über Herkunft und kontrollierte Herstellung aus, aber nichts über die Frische oder den Geschmack einer bestimmten Flasche. Erntejahr, Lagerung und Güteklasse bleiben entscheidend.
Quelle: Italia Olivicola, via QdS.