Gusto-Lexikon Anbau & Ernte

Alternanz

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Olivenbäume sind unregelmäßige Träger. Auf ein Jahr mit reicher Ernte folgt häufig ein Jahr, in dem der Baum deutlich weniger Früchte ansetzt. Fachleute sprechen von Alternanz, in Italien von „anno di carica“, dem Ladejahr, und „anno di scarica“, dem Entladejahr.

Warum Olivenbäume alternieren

Ein Baum, der viele Früchte trägt, steckt seine Energie in die Ernte. Gleichzeitig hemmt der starke Fruchtbehang die Bildung von Blütenknospen für das folgende Jahr. Im nächsten Frühjahr blüht der Baum deshalb schwächer, und die Ernte fällt kleiner aus. Witterung, Trockenheit oder ein starker Rückschnitt können diesen Rhythmus verstärken oder durchbrechen.

Folgen für Ernte und Markt

Weil in einer Region viele Bäume im selben Rhythmus tragen, schwanken auch die Gesamtmengen deutlich. Für die Saison 2026/27 erwartet der italienische Ölhandelsverband Federolio ein schwächeres Jahr mit rund 20 Prozent weniger Ertrag als in der Vorsaison, die laut dem Agrarmarktinstitut ISMEA rund 325.000 Tonnen erreicht hatte.

Was Erzeuger dagegen tun

Ein regelmäßiger, maßvoller Schnitt, eine ausreichende Versorgung mit Wasser und Nährstoffen und eine rechtzeitige Ernte helfen, die Schwankungen abzumildern. Ganz verhindern lässt sich die Alternanz nicht, sie gehört zur Natur des Olivenbaums. Wie die aktuelle Ernte verläuft, lesen Sie im Beitrag Olio Nuovo.

Quellen: Money.it (2026), Prognose von Federolio; ISMEA (2026), Olio italiano verso la nuova campagna.

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